„Das ist super! Einfach klasse!“ Franziska aus der 7 ist kaum zu bremsen. Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch hatten am letzten Schultag des Halbjahres kurz nach ihrer Zeugnisausgabe ein ganz besonderes Erlebnis: Im Rahmen eines Projekttages würden an ihrer Schule die Sportarten Rollstuhlbasketball und Goalball unterrichtet. Durch das Förderprojekt der Deutschen Telekom sollen Schülerinnen und Schüler eine „Neue Sporterfahrung“ machen und erleben, wie anspruchsvoll die Beherrschung eines Rollstuhls mit Ball und wie schwierig eine Orientierung ohne Sehvermögen ist.

Auch die Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch nahm an dem Projekt teil. „Es ist ein wichtiges Stück Lebenserfahrung, dass wir unseren Jugendlichen mit auf den Weg geben. Es geht darum Unsicherheiten und Berührungsängste im Umgang gegenüber Menschen mit Einschränkungen abzubauen. Stattdessen werden Werte wie Toleranz, Verständnis und Hilfsbereitschaft gestärkt“, stellte Schulleiter Bruno Bermes fest.
Schulsport auf außergewöhnliche Art

Durch die neue Sporterfahrung erlebten Schülerinnen und Schüler unter Anleitung erfahrener Übungsleiter, welche hohen Anforderungen sich beim Rollstuhlbasketball stellen. Nichtbehinderte Jugendliche lernten den Umgang mit dem Rollstuhl und wurden auf das schnelle und athletische Spiel mit Rollstuhl und Basketball vorbereitet. Den Abschluss bildete ein Rollstuhlbasketballspiel.

Um ein völlig neues Erleben von Sport ging es auch bei der paralympischen Disziplin Goalball. Das Spiel wurde ursprünglich für Sehbehinderte entwickelt. Ziel ist es, rein über Gehör und Tastsinn einen mit einer Klingelkugel versehenen Ball in das gegnerische Tor zu befördern und das eigene Gehäuse zu verteidigen. Mit verbundenen Augen machten die Schülerinnen und Schüler die Erfahrung, wie schwer Orientierung und sportliche Aktivität ohne Sehkraft zu koordinieren sind.