Q2 und Bruno Bermes sorgten an Weiberfastnacht für ausgelassene Stimmung in der Aula

Eine tobende Aula konnte auch in diesem Jahr an Weiberfastnacht wieder darüber hinwegtrösten, dass die Sporthalle leider noch nicht für eine Feier mit der gesamten Schule zur Verfügung steht.  Stundenweise gab es für jeweils zwei Jahrgänge von der Klasse 5 bis zur Klasse 10 ein tolles Programm, das der aktuelle Abitur-Jahrgang auf die Beine gestellt hatte. Und das konnte sich sehen lassen: Von Weltklasse-Tänzer*innen über Musikgruppen bis hin zum Männerballett war alles dabei. Wobei letzteres durch eine ausgefeilte Choreografie und gewagte Kostüme den Kreischfaktor im Publikum deutlich erhöhte. Für die karnevalistische Musik sorgte Schulleiter Bruno Bermes mit seiner Trompete: Mit Bläck Fööss, Kasalla und Querbeat heizte er den quietschbunt verkleideten Schüler*innen richtig ein. Eine Premiere gab es für die neu gegründete Lehrerband der GLS, die mit „I feel good“ die Stimmung des Tages ziemlich gut auf den Punkt brachte.

(Foto: Miriam Neumann)

 

 

 

Traditionell hat die Schülervertretung der GLS die Schulgemeinde vor Weihnachten wieder dazu aufgerufen, sich für bedürftige Menschen in unserer Stadt zu engagieren.

Fleißig trugen Schülerinnen und Schüler der SV die zahlreichen Kisten mit Nudeln, Reis, Konserven und vielen anderen Lebensmitteln zum Transporter von Adel Yousef von der Leverkusener Tafel, der nach Weihnachten zur Schule gefahren kam, um die Spenden entgegenzunehmen.

Der Bedarf an Lebensmitteln ist erheblich gestiegen, denn die Zahl der Kunden, die zurzeit zur Leverkusener Tafel kommen, hat sich nicht zuletzt seit dem Krieg in der Ukraine deutlich erhöht. „Die Not sehen und handeln“ ist das Motto, so die Schülersprecherin Sevin Agil.

Adel Yousef freute sich gemeinsam mit der Schülervertretung über die Lebensmittel und dankt allen, die durch eine Spende mitgeholfen haben, die Not anderer zu lindern!

Foto: Adel Yousef von der Tafel Leverkusen, gemeinsam mit Schülersprecherin Sevin Agil, Jonas Schenk und Jan Dafft.

 

Maja-Lisa Faber verbringt ihr Auslandshalbjahr in Neuseeland

Der Großteil meiner beiden High School - Terms in Neuseeland sind bereits vorbei. Ich hätte mir keinen besseren Start vorstellen können. Nach einem langen Flug mit mehreren Zwischenstopps wurde ich in Christchurch von meiner Gastfamilie und den „International Coordinators“ der Schule empfangen. Ich habe drei jüngere Gastgeschwister, die sich sehr über meine Ankunft gefreut haben. Auch meine Gasteltern und die Lehrkräfte der Schule haben mich herzlich in Neuseeland willkommen geheißen.

GLS veranstaltete ihr erstes Tanzturnier der sechsten Klassen

200 singende und klatschende Kinder können eine richtig gute Stimmung verbreiten. Und wenn sie dann auch noch tanzen, tobt der Bär und beben die Bühnenbretter. Beim ersten Tanzturnier der sechsten Klassen an der GLS wurde die Aula zum Hexenkessel, in dem es absolut niemanden auf den Stühlen hielt.

Überzeugte besonders beim Klassentanz: die 6d.

Seit den Herbstferien hatten die SechstklässlerInnen im Sportunterricht an den Tänzen gearbeitet. Unter Anleitung der SportlehrerInnen lernten sie so einiges über Musiktakt, Tanzschritte, Bewegung im Raum und Körperspannung. Nach anfänglicher Befangenheit griff die Begeisterung für die Bewegung zur Musik und die Aufregung ob des bevorstehenden Turniers um sich. Die meisten Tänze entwickelten die SchülerInnen vollkommen selbstständig. Am Turniertag präsentierte dann jede Klasse sowohl einen Tanz mit der ganzen Klasse als auch einen Kleingruppentanz.

Weltmeisterlicher Auftritt der Zehntklässlerinnen Marleen und Lara.

 „Wir sind restlos begeistert“, sagte Sportlehrer Sören Schmitz, der mit seinen Kolleginnen Mona Schmidt und Mareike Kleene das Tanzturnier initiiert hatte. Gemeinsam mit den Zehntklässlerinnen Lara und Marleen und Zuri aus der Q2 bildeten sie die Jury, die am Ende den Gewinner des Turniers kürte. Mit ihren Titeln als Weltmeister und Vizeweltmeister im Showdance brachten sie das nötige Know-how mit.

Einheitliche Outfits wie bei der 6f kamen besonders gut an.

Eingerahmt wurde die Show von Darbietungen der Tanz-AG, der Jury und der SporthelferInnen. Besonders tosenden Applaus gab es für den Überraschungstanz der KlassenlehrerInnen, die in Nikolausmützen zu „Happy“ performten. Auch Schulleiter Bruno Bermes konnte sich kaum von der Veranstaltung losreißen: „Ich bleibe so lange, wie ich nur kann!“

Kreative Performance der 6e.

Am Ende war es gar nicht so wichtig, wer gewonnen hatte, denn die Bühnenerfahrung, die Musik und das Gemeinschaftsgefühl standen an diesem Vormittag klar im Vordergrund. Trotzdem freute sich die 6c natürlich riesig über ihren Titel „Gesamtsieger des Turniers“.

Ein dickes Dankeschön geht auch an die Medien-AG und an die AG „Licht und Ton“, die die Veranstaltung mit ihrem Fachwissen tatkräftig unterstützten!

Die drei besten Klassen 6c, 6d und 6f werden von der Jury gekürt.

Die SporthelferInnen und die Tanz-AG heizten mit einem Warming-Up die Stimmung an. 

Alle Fotos in einer Galerie

Nachhaltigkeitswoche an der GLS wirft wichtige Fragen auf

Was brauche ich eigentlich wirklich? Im Leben. Eine ganz passende Frage, mit der die Neuntklässler*innen der GLS in der Woche der Nachhaltigkeit konfrontiert werden. In dem „Alles Archiv“, das im Comedia-Theater aufgeführt wird, kann man alles finden, was man verlieren, bewahren, vergessen und wiederfinden kann. Drei Schauspieler*innen durchforsten das Archiv auf der Suche danach, wie wir den Dingen Wert und Bedeutung geben.

In einem anschließenden Workshop in der GLS griff Alina Speer vom Comedia das Thema Nachhaltigkeit auch in Bezug auf Beziehungen auf.

Neben Theater gab es in der Woche der Nachhaltigkeit auch viele andere Angebote für die Schüler*innen aller Altersstufen. Ein Vertreter des ADFC sprach mit den Jugendlichen über Radfahren in Leverkusen. Bei der Frage, ob dies „Freude oder Frust“ ist, gingen die Meinungen auseinander.

Überall in der Schule hingen Plakate und machten die Schüler- und Lehrerschaft auf die Aktionswoche aufmerksam. Im Unterricht erhielt das Thema Nachhaltigkeit in den verschiedenen Fächern in ganz unterschiedlicher Form Einzug, um alle immer wieder dafür zu sensibilisieren. Egal ob Wasserfußabdruck, Schöpfung oder nachhaltig Einkaufen – überall wurde über Umweltschutz und Entwicklungsziele gesprochen. Auch die DG-Kurse des 9. Jahrgangs wollten unter Leitung von Levent Kedi in eigens geschriebenen Sketchen auf den Klimawandel aufmerksam machen und die Schüler*innen zur kritischen Reflexion anregen.

Im Foyer der GLS, in der Aula und den Räumen der Naturwissenschaften informierten Regine Kossler vom Nabu und das Naturgut Ophoven über Siebenschläfer und Co, Lehrerin JoAnn Albers organisierte mit Hilfe der Hauswirtschaftskurse das heiß begehrte vegane Testessen, und das Bienenprojekt der GLS führte ein Gewinnspiel durch, dessen Erlös nach Kamerun fließt. Auch durch den Verkauf von Honig, den die Bienen der GLS produzieren, werden dort Frauen zu Imkerinnen ausgebildet. „Es war eine rundum gelungene Woche“, fand Bernd Nafe, der federführende Lehrer. Und mit dieser Meinung war er nicht allein.

Schüler:innen des 7. Jahrgangs der GLS testen ihre Fähigkeiten  

„Es klingt in der Aula wie in einem Bienenstock“, sagt Schulsozialarbeiter Norbert Dörper, als er für eine kurze Stippvisite die Aula betritt. Treffender hätte man die Atmosphäre des diesjährigen    Berufsorientierungstrainings der siebten Klassen an der GLS am nicht beschreiben können. Alle Schüler:innen sind fleißig in ihre Aufgaben vertieft. Dabei herrscht ein geschäftiges Treiben. Hier werden Lebensmittel identifiziert: „Die kenne ich, das sind weiße Bohnen!“. Dort wird eine Binärcode übersetzt. Offenbar eine Nachricht von James Bond.

Auf der Bühne der Aula herrscht höchste Konzentration: Es gilt Dachpfannen unbeschadet einander zuzuwerfen. Eine Aufgabe, die nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit benötigt. Der Dozent erklärt geduldig die einzelnen Schritte: „Erst wenn ihr euch gegenseitig in die Augen schaut, soll geworfen werden. Das ist das Zeichen.“ Die Übung läuft erstaunlich rund. Allerdings wäre auch ein Fehlwurf nicht ganz so schlimm: Die Ziegel für die Übung bestehen aus Gummi.  

An einem der vorderen Gruppentische übt ein Dozent mit den Schülerinnen und Schülern die Herstellung von Büroklammern. Was auf den ersten Blick beruflich als weniger erstrebenswert aussieht, entpuppt sich als filigrane Arbeit mit Draht und Zange. Es gilt zu bedenken, welche Berufe solche Fertigkeiten voraussetzen: Vom Elektriker über das Schmuckhandwerk bis zum Kieferorthopäden will der Umgang mit Draht und Zange gelernt sein. Das Ergebnis dürfen die Schüler:innen mit nach Hause nehmen. Zum Beispiel eine Büroklammer in Form eines Herzens.

 

Die Dozentinnen und Dozenten des Technikzentrum Minden Lübbecke e.V. sind von den Schüler:innen der GLS angetan. Trotz der Zahl von durchschnittlich 100 Schüler:innen pro Durchführungstag gibt es keine Disziplinprobleme. Alle haben Lust darauf, sich auszuprobieren. Der siebte Jahrgang bedankt sich bei den engagierten Dozent:innen für die geduldige Einweisung und Betreuung.  

Ein besonderer Dank gilt in diesem Jahr der Bürgerstiftung Leverkusen, die sich mit 2000€ an der Finanzierung des Projektes beteiligt hat. Die weitere Finanzierung erfolgte durch Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit und der Landinitiative „Ankommen und Aufholen nach Corona“. Allen Unterstützern sei auch im Namen der Schüler:innen herzlich gedankt.  

 

Eindringliche Lesung von Astrid Frank

 

„Unsichtbare Wunden“ – ein Roman über Mobbing

Die 13jährige Anna führt ein unbeschwertes Leben. Sie hat Freunde, geht gerne zur Schule, in ihrer Freizeit reitet sie auf ihrem Pferd Elrond und macht das, was Mädchen mit 13 eben so machen. Dann kommt Nina in ihre Klasse, und die Neue scheint sich zu Beginn gut einzuführen. Doch irgendetwas verändert sich, schleichend, aber stetig. Ein Jahr später ist für Anna nichts mehr wie es war. Ihre Freundinnen haben sich von ihr abgewendet, sie ist isoliert, hat einen Waschzwang entwickelt, weil alle angeblich angewidert „Pferd riechen“, wenn Anna in den Raum kommt. Sie weiß nicht, wohin mit ihrer Wut, sie erträgt das Schweigen der Klasse nicht, das Nichtstun der Lehrer, das Unverständnis der Erwachsenen allgemein.

Astrid Frank weiß, wovon sie schreibt. Ihr Sohn hat Mobbing am eigenen Leib erfahren. Seit 25 Jahren schreibt sie Kinder- und Jugendromane, 40 davon sind erschienen. Aber das Thema Mobbing liegt ihr besonders am Herzen. Mit dem Roman „Unsichtbare Wunden“ geht sie seit acht Jahren in Schulen, hält Workshops für Eltern, Lehrer, Schüler. Und an diesem Freitag war sie an unserer Schule zu Gast. In der Aula las sie den Schüler:innen des 9. Jahrgangs vor. Aber sie las nicht nur, sondern ihr gelang es immer wieder, die interessierten Zuhörer:innen einzubinden: Denn wer hat noch nie jemanden beleidigt? Wer wurde noch nie beleidigt? Aber auch diese Frage wurde gestellt: Wer hat schon mal jemanden verteidigt, der beleidigt wurde?

 

 

In einfacher, klarer Sprache zeigt Astrid Frank aus verschiedenen Perspektiven, wie Anna in die Mobbing-Spirale gerät und wie sie darin immer tiefer in Verzweiflung gerät. So erfährt man aus Annas Tagebuch, das ihr Vater irgendwann liest, wie alles gekommen ist: wie sich Ihre vermeintlich beste Freundin Manu von ihr abwendet, wie Nina, die Neue in der Klasse, immer mehr Wege findet, Anna vor den anderen bloßzustellen und sich das einst so beliebte Mädchen zu fragen beginnt, ob sie wirklich so „scheiße“ ist, wie die anderen sagen. Und allmählich richtet sich dann der Hass nicht mehr gegen die Mobber, sondern gegen sich selbst.

Hätte man Anna beschützen können? Nur noch Anton aus ihrer Klasse, der selber immer wieder Hänseleien und Sticheleien ausgesetzt ist, hält zu ihr. Das reicht nicht. Es wird immer schlimmer, und die, die wirklich helfen könnten, merken nichts, wollen nichts merken. Oder sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Ein starkes Buch. Nicht umsonst wurde es mit dem Bad Harzburger „Eselsohr“ ausgezeichnet, einem renommierten Jugendliteraturpreis. Und ein wichtiges, ein Herzensthema, und genau darum liest Astrid Frank eben nicht einfach nur vor, sondern sie will aufklären, zum Nachdenken anregen und Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern animieren, genauer hinzuschauen und hinzuhören. Darum bietet sie auch für alle Personenkreise Workshops zum Thema an. Auf Ihrer Website gibt es darüber hinaus wertvolle Tipps, wie man mit Mobbing umgehen sollte.

Dass sie im kommenden Jahr wiederkommen soll, steht nach dieser eindringlichen, spannenden und lehrreichen Veranstaltung fest.

Wer mehr über das Thema Mobbing und Astrid Franks Arbeit wissen möchte: https://unsichtbare-wunden.de/

Ziel des 16. Sponsorenlaufs der GLS war Amsterdam

Im Bild: Marc Johann (Vorsitz Förderverein), Sarah Pauksztat (8e), Dirk Rodehüser, Julia Breidl (8e), Diana Sommer (Horizontes e.V.), Gabriel Johann (6a), Bruno Bermes, James Turner (6a)

Nach drei Jahren „Corona-Pause“ war es wieder so weit: Die Karawane der GLS startete erneut für einen guten Zweck. Das bedeutete wieder Wohltätigkeit und Abenteuer in einem! 8.000 Euro erliefen die Schülerinnen und Schüler bei der Karawane und überreichten feierlich die Spende, die - wie stets - zur Hälfte für die Partnerschule der GLS in Nicaragua und zur anderen Hälfte für die Ganztags-Ausstattung unserer Schule bestimmt ist.

Wir bedanken uns für den Einsatz der insgesamt 40 Läuferinnen und Läufer. „Es ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Schullebens, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit, mit welchem sportlichen wie sozialen Ehrgeiz alle Beteiligten sich für einen solchen guten Zweck engagieren“, so Schulleiter Bruno Bermes.

Zur Spendenübergabe kamen auch einige TeilnehmerInnen der diesjährigen Karawane, und obwohl diese bereits im Juni stattgefunden hatte, waren die schönen Erinnerungen schnell wieder präsent. Schließlich war der mittlerweile 16. Sponsorenlauf für alle, die mit dabei waren, wieder ein unvergessliches Erlebnis.

Pressemitteilung der Stadt Leverkusen